5 Schmetterlinge einer schöner als der andere, einen Flügelschlag bei uns und dann... weggeflogen

  • Beitrag von Hope52 ()

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  • Halte durch, auch ich hätte es ohne Glauben nicht geschafft. Ich möchte jetzt keine Standardfloskeln loswerden, aber gerade wenn man so sehr vom Leid gezeichnet ist, ändert sich die Sichtweise auf Alles. Auch auf Gott. Nur weil es so viel Leid gibt, heisst es nicht, Gott ist nicht da. Wenn selbst der Sohn Gottes sterben musste und Gott es zugelassen hat (damit wir erlöst sind). Dann muss man den Tod erst Recht bei uns Menschen annehmen. Es ist aber verdammt schwer, das ist klar.

    Danke, du sprichst mir aus der Seele, es war ein so großes Glaubenstief, ich schaffte das Vater unser mit dein Wille geschehe nicht mehr.

    zwei Priester in verschiedenen Pfarren haben mir sehr geholfen, der eine einfach nur durch die Worte in der Messe, das auslegen der Schrift auf so persönliche Art und weise und der andere in dem er mich angesprochen hat und wir immer wieder ins Gespräch kamen und im Gespräch bleiben.

    Mir geht es schon wieder so gut. Klar tut es immer wieder mal weh sie zu vermissen, doch ich bin inzwischen im Reinen mit der Situation und dem wie es gekommen ist. Spannend war auch ich konnte gar nicht mehr beten, da hat unsere 3 Jährige tanzend singend immer wieder für mich gebetet in einer Tiefe die unglaublich war.


    Liebe Mayatochter!

    Danke für deine Lieben Zeilen. Das war jetzt 3 Monate so gewaltig Tief ich glaubte da nie mehr raus zu kommen, und jetzt ist wieder gut. Ich bin aus der Trauerpfütze gehüpft kann mich wieder Freuen, und bin bei den großen mit Gesprächen dran, beim Mittleren mit Vorlesen und am Abend noch mal ins Dunkle Zimmer kommen und Gesprächszeit anbieten, mit der kleinen am Malen und spielen. Haushalt und Arbeit läuft auch wieder.


    Danke liebe Nebelschleier!

    Du bist etwas ganz besonderes sei Gesegnet in all deinem Tun und Denken im Gehen und im Ruhen. Im an die Vergangenheit denken und auch in der Gegenwart.


    Schön das es euch alle gibt.

    Seid gesegnet


    Das Tagpfauenauge

  • Beitrag von Hope52 ()

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  • Liebe Hope,

    auf deinen letzten Beitrag möchte ich dir gerne etwas schreiben.

    Ich bin jetzt 68 Jahre alt. Davon habe ich 60 Jahre lang genauso geglaubt wie Du. An eine Macht die alle und alles lenkt und richtet. Mit 30 Jahren hatte ich weder Vater noch Mutter. Doch mein Glaube trug mich.

    Es war hart und oft war ich verzweifelt. Doch ich hatte meinen Sohn, der damals 3 Jahre alt war. Ihn liebte und liebe ich über alles. Doch auch ihn musste ich gehen lassen. Mit 38 Jahren sah ich ihm beim Sterben zu, hielt seine Hand in meiner.

    Bitte entschuldige, wenn ich deine Meinung - man bekomme nur etwas zugemutet was man tragen kann - absolut nicht zustimme.

    Einen Bullshit können Mütter tragen, die ihre Kinder verlieren. Sie lernen ohne ihre Liebsten zu atmen. Und selbst das fällt uns sehr oft sehr schwer.

    Kathi

  • Beitrag von Hope52 ()

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  • Was du machst, ist deine Sache. I

    Schäm dich!!

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus

  • Hallo zusammen,


    ich habe es bereits bei Kathi im Wohnzimmer geschrieben….


    Ich finde es schwierig, wenn man eine eigene Meinung als allgemeingültig These darstellt. Jede*r soll/darf/muss für sich entscheiden, was tragbar ist und was nicht….


    Verallgemeinerungen empfinde ich nicht als hilfreich…


    Lg Cathrin😘

  • Wenn jemand die komplette Gottverlassenheit und Ohnmacht im Sterben und Tod erlebte, dann war das Jesus, Gottes Sohn.
    Damit Gott und Jesus in uns, wenn wir wollen, wohnt. Und uns im Leiden nahe ist und uns durchhilft. Aber Leiden Vermeiden hilft er nicht, er hilft hindurch. Und je nachdem wie erschüttert unser Glaube ist, spüren wir Gottesnähe oder nicht. Und haben eine Zuversicht auf ein himmlisches Wiedersehen mit unseren liebsten Verstorbenen.


    Wenn ich so etwa christlichen Glauben beschreiben darf, widersprechen sich hier die unterschiedlichen Positionen gar nicht und braucht es gar keinen Streit. :5:<3

  • Ohhh Ihr Lieben,


    nicht sowas schon wieder.8|

    Bitte jeder hat seine Art und Weise seinen Glauben oder auch nicht, nichts ist falsch weder das eine noch das andere so lange jeder einzelne damit leben kann.


    Es gibt nicht nur die eine Wahrheit.


    Jeder von uns geht seinen Weg durch ein tiefes Tal und für Mamas ist es ein schier unüberwindbares Tal.


    Vlg. Linchen

  • Verzeihung, aber ich denke nicht, dass es hier nur um Glaube und glauben lassen oder nicht lassen und wie oder was geht, sondern ein klein wenig auch um den Ton.

    Natürlich sind gerade solche Themen sehr, sehr vielfältig und komplex und auch höchst individuell.
    Und dementsprechend ist es absolut logisch, dass es unterschiedliche Meinungen / Positionen gibt. Und wenn nicht hier, in einem Trauerforum, wo dann sollte es möglich sein, das gegenseitig zu akzeptieren und respektieren?
    Eine sehr herablassende Antwort auf eine andere Meinung (komplett falsches Wort, sorry, finde kein besseres) fühlt sich dabei ganz und gar nicht nach akzeptieren und schon gar nicht nach respektieren und nicht mal ansatzweise empathisch an.

    Ohne diesen Satz "Aber Gott würde uns niemals etwas zumuten, was wir nicht aushalten könnten.", wäre es vermutlich gar nicht so weit gekommen. Vor allem, weil es nicht als Meinung, sondern als Tatsache, also als allgemeingültig geschrieben wird. Und generell eher in ein Theologieforum, als ein Trauerforum gehört, denn dieser Satz tröstet weder, noch hilft er Menschen, die in tiefem Schmerz leiden und sich fragen, wie sie das aushalten sollen, auch nur einen winzigen Schritt weiter.

    Wenn daraufhin eine tief trauernde Seele beschreibt, dass das bei ihr absolut nicht zutrifft, ohne jedoch den Post als Ganzes, nicht einmal den Satz allein genommen und erst Recht nicht die Userin auch nur im entferntesten anzugreifen, dann ist das schlicht nicht okay, darauf derart herablassend zu antworten.
    "Ich habe nur gewartet, dass so eine Antwort kommt." geht gar nicht - man könnte da glatt auf die Idee kommen, dass das wörtlich zu verstehen ist, aber das würde ja bedeuten, dass da jemand bewusst polarisieren und / oder provozieren wollte.
    Und "Was du machst, ist deine Sache." ... dazu muss man nichts sagen. Bzw. Elster hat es schon auf den Punkt gebracht.


    Also: Nein, es braucht hier keine Erinnerung daran, dass jeder seine Meinung haben sollen dürfte, weil diese nun mal unterschiedlich sein kann, sondern um den Umgang damit.


    Liebe Tagpfauenauge,
    Sorry, sorry, dass das in deinem Herzenshaus stattfindet.

  • Liebe Nadja,


    vielen Dank für Deinen Post. Du benennst genau die Passagen, die auch mich getriggert und erschrocken haben (insbesondere die beiden letzten). Denn hier geht es tatsächlich nicht um das Thema unterschiedliche Meinungen sondern um das Thema Umgang miteinander.

    Ich würde mir da auch einen empathischeren Umgang miteinander wünschen….


    Lg Cathrin