Mein Mann ist mit dem Flugzeug abgestürzt, seitdem ist alles anders.

  • ihr lieben TRAUERNDEN ALLE<3


    ich schreibe jetzt doch noch einmal hier hinein da dieser HERZENSRAUM am meisten im Moment besucht wird...

    Stellt euch einmal vor

    es würde keiner mehr seine wahrhaftig nicht schriftstellerischen Gedanken und Gefühle mehr hier schreiben...

    ich LIEBE Bücher

    ich LIEBE Schriftliches

    ICH LIEBE altmodische Postkarten und persönliche Briefe


    Ich bin immer völlig berührt wenn "hier" und real etwas Geschriebenes über jegliche Trauergefühle steht...


    Liebe TRAUERNDE<3

    schreibt...

    dazu ist das Forum erschaffen worden

    Für die TRAUER , die man INDIVIDUELL spürt...


    Ich hoffe , das keiner mehr "geht"... Wirklich NICHT<3

    Ich bin auch vielleicht zu idealistisch

    ich möchte das TABU TOD und Krankheit von "allen SICHTEN" beleuchtet wissen... sehen ...lesen...

    und

    wenn hier immer und immer weniger geschrieben wird , gibt es auch nichts mehr zum lesen...


    SHANTI <3 PEACE <3 FRIEDEN<3

    wünscht sich eure Sverja

  • Meine innere Grundeinstellung, nämlich diese permanente Sehnsucht nach drüben, das Leben aber in Kauf nehmend und die Lebensfreude aus der inningen Liebe zu meiner Familie ziehend, wurde zeitlebens von dem Großteil der Menschen die ich kenne entweder als Spinnerei ignoriert oder aber als potentiell pathologisch angesehen.

    Liebe Gabi,

    Danke für deine ausführliche Nachricht. Ich wollte mit meiner Nachricht auch nur ausdrücken wie es bei mir ankam, weil ich dachte du wärst der Meinung es wäre grundsätzlich nicht möglich. Und ich stimme Linchen1 zu, so wie es war, kann es nie wieder werden.


    Bei deiner beschriebenen Sehnsucht finde ich mich selbst wieder, da ich das als Kind schon hatte, und mich selbst auch nie als normal empfand. Das hat sich auch nicht verändert, und inzwischen kann ich es auch annehmen. Auch wenn alles mal sehr gut läuft und ich glücklich bin, diese Sehnsucht begleitet mich immer.


    Es tut mir auch leid, dass du zusätzlich soviel er-tragen musst. Das du deinen Cousin begleiten musstest, der nicht gehen wollte. Wir werden hier nie erfahren warum etwas geschieht, und warum es den einen trifft und den anderen nicht. Mein Glaube ist es, dass wir alles erfahren werden, wenn wir selbst dort sind. Jede Frage wird beantwortet sein, nichts ungeklärtes mehr, und es werden keine Worte dafür notwendig sein.

    Das ist meine persönliche Vorstellung, mein Trost, mein Halt.


    Alles Liebe <3

    Isabel


  • Ja, das tut so weh.


    Und ich glaube, dieses Nichtverstehen wird mich mein restliches Leben begleiten.


    Ja, daran halte ich mich auch fest.


    Und ich lasse diese Hoffnung nicht los.

    Keinen Augenblick, bis es soweit ist.


    Und dann wird unsere Wiedersehensfreude grenzenlos sein ...


    :24: :8::8: :30:  :24: ...

  • Danke liebe Isabel,

    für deine liebe Antwort.

    Grundsätzlich ist für mich gar nichts, außer der Gewissheit, dass wir letztendlich alle sterben müssen und ich sehe den Tod als das größte Geschenk des Lebens.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nach unserem Tod, von den Fesseln des physischen Daseins befreit, viel freier sein und auch sehr viel mehr wissen werden, wenn auch nicht alles.

    Ihr werdet lachen, aber wenn ich dann nach Hause gehen darf freue ich mich nicht nur darauf meinen Liebling und den Rest meiner Familie wiederzusehen, ich freue mich auch auf diesen Lebensrückblick, von dem in der Literatur so oft die Rede ist!

    Auch wenn manches unangenehm sein wird, so überwiegt bei mir doch die Neugier zu erfahren, warum manches in meinem Leben so geschehen musste wie es geschah.

    Außerdem kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als meine Zeit mit Hannes noch einmal erleben zu dürfen.

    Das alles und noch mehr sorgt dafür, dass ich das Ende meiner Tage herbeisehne, anstatt das Leben wie es sich täglich neu vor und in mir entfaltet richtig genießen zu können.

    Im Rückblick betrachtet sehe ich sehr wohl, wie alles was je geschehen ist in meinem Leben wie ein gut geöltes Uhrwerk zusammenpasst.

    Meine Zweifel und meine Ungeduld machen es allerdings nahezu unmöglich das Vertrauen zu entwickeln, das für eine positive Lebensführung notwendig ist.

    Es liegt an mir, es liegt IMMER an einem selber.

    Es ist wohl meine Aufgabe, die es zu bewältigen gilt.

    Das weiß ich wohl, aber mein innerer Widerstand lässt mich verschnupft reagieren, wenn andere mich in wohlmeinenden Ratschlägen mit der Nase auf meine Unzulänglichkeiten stoßen.