Es ist geschehen

  • Liebe Alle,


    ein kurzes Update von mir...


    Ich war seit Beginn der Maßnahmen einmal im Büro, seither arbeite ich von daheim aus. Gehe nur zum Einkaufen oder um eine Runde mit dem Rad zu fahren. Da gibt es schon manchmal Gespräche über den Gartenzaun. Alles mit gebührendem Abstand, alles ganz legal.


    Um es kurz zu machen: es geht mir ganz gut mit dem Alleinsein. Ich habe meine Wohnung und meinen Garten.

    Ich gehöre wohl zu den Menschen, die gut mit sich selber zurecht kommen und gut allein sein können. Ich mache jetzt viele Handarbeiten als kleine Osterüberraschungen für liebe Leute in meinem Umfeld (werde sie morgen verschicken, per Post).

    Ich denke, ich habe das Alleinsein gelernt, als ich als Alleinerziehende mit meiner kleinen Tochter sehr viele Abende mit mir selber verbracht habe.


    Manchmal denke ich mir, meine Seele nutzt jetzt diese entschleunigte Zeit, um quasi wieder nachzukommen, auf den heutigen Stand. Während Rudis Krankheit und auch danach hatte sie so viel zu verarbeiten, dass eigentlich zwei Leben damit ausgefüllt gewesen wären. Und jetzt ist es einfach sehr, sehr ruhig - vielleicht ein Ausgleich. Wobei die turbulente Zeit natürlich länger gedauert hat als jetzt die entschleunigte.


    Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich es so erleben darf. Dass ich mich nicht einsam fühle oder verzweifelt, weil ich der Situation nicht entkommen kann, mich nicht durch Aktivitäten ablenken kann.

    Ich finde es - ja - manchmal langweilig, aber ich komme gut mit der Ruhe zurecht. Im Moment koche ich gerade, das mach ich sonst auch nicht so oft.


    Euch allen alles Liebe <3

  • Liebe Still Crazy!

    Auch ich habe kein Problem mit der Einsamkeit,denn es gibt immer etwas zu tun,

    Als Ralf noch da war,hat er auch viel im Haushalt gemacht und nach seinem Tod,

    ging es ja weiter mit vielen Terminen,da war die Woche immer ausgefüllt und ich

    mußte immer Putzen und andere Sachen dazwischen schieben,also immer unter

    Druck,denn jetzt war ich ja ganz auf mich allein gestellt.Aber jetzt merke ich wie

    gut es tut auch mal ruhige Tage zu haben und alles kann man ganz in Ruhe machen

    und man macht Sachen,wozu man eigentlich nie Lust hatte,weil an die freien Tage

    einfach mal nichts tun wollte.Ich glaube das sollte so sein,denn so etwas kennen

    die Menschen ja gar nicht mehr.Aber natürlich freue ich mich auch wenn es endlich

    vorbei ist und wenn ich wieder arbeiten kann und wieder unter Leuten bin

    und endlich wieder Besuche machen,das fehlt schon sehr,aber es hat auch gut

    getan,aber immer könnte ich das nicht.Liebe Grüße Helga