Mein geliebtes Kind

  • Hallo ihr,

    Erstmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Jutta ich bin 54 Jahre alt u d komme aus Bayreuth.

    Ich bedanke mich recht herzlich für die Aufnahme hier.


    Am 26.9 hat mein Sohn diese Welt verlassen.

    Gefunden haben wir ihn am 27.en nachdem wir die Tür haben öffnen lassen.

    Es ist für mich alles noch so unfassbar und unendlich traurig.


    Er starb an Drogen. Ist hier jemand der sein Kind auch auf diese Weise verloren hat?


    Lg Jutta

  • Liebe Jutta,

    ich habe leider kein Kind. Trotzdem möchte ich Dich sanft in den Arm nehmen und Dir sagen, wie sehr es mir leid tut, dass Du Deinen Sohn unter so schlimmen

    Umständen verloren hast. Alle hier im Forum tragen große Trauer. Wir bemühen uns um gegenseitige Stützung. Du kannst alles mitteilen, was Dich quält. Es ist immer jemand da, die (der) Dir zuhört.

    Stille Grüße

    Sommermond

  • Liebe Jutta,

    dein Schmerz ist wohl immer noch unfassbar, nach der kurzen Zeit, magst du uns von ihm und eurer Geschichte

    erzählen?

    ja, deine Geschichte hat hier im Forum einige Parallelen, leider Gottes, lies mal nach,,

    Wünsche dir viel Kraft

    LG

    Wolli, mit Tatjana im Herzen

  • Hallo Jutta

    Erstmal ein trauriges Willkommen hier wo keiner sein wollte 😓

    Und du bist hier nicht alleine, du wirst einige Wohnzimmer/Threads finden die im Zusammenhang mit Drogen hier entstanden sind☹

    Wir sind hier alle füreinander da und verstehen deinen Schmerz.

    Ich umarme dich leicht du traurige Mama

    Tamara

  • Liebe Jutta,

    ich möchte dir zum Tod deines Sohnes, mein aufrichtigstes Beileid aussprechen. Es ist gut dass du dich hier angemeldet hast,

    teile dich mit, wann immer du die Kraft dafür findest. Jeder kann hier nur zu gut nachempfinden, wie du dich gerade fühlst

    und es tut gut, seinen Schmerz mit Menschen zu teilen, die auch einen lieben Menschen verloren haben.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen ganz viel Kraft auf deinem Trauerweg.


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Liebe Jutta,

    Der Verlust deines Sohnes tut mir unsagbar leid. Wenn du magst erzähl uns doch gern von deinem Sohn. Hast du Familie und Freunde die dich in der schweren Zeit begleiten?


    Ich möchte dich nur (aus organisatorischen Gründen) aufmerksam machen, dass dein Profilbild öffentlich ist. Wenn es für dich ok ist, kannst du es lassen, ansonsten kannst du auch ein Symbolbild verwenden.


    Fühl dich hier willkommen <3

    Isabel

  • Vielen Dank für eure liebe Begrüßung.

    Unsere Geschichte ist so lang, dass ich ein Buch schreiben könnte, aber ich versuche es kurz zu fassen.

    Mit 14 fing mein Kind an mit Drogen, ich war alleinerziehende Mama und er mein ein und alles.

    Wir hatten eine super Beziehung, so erzählte er mir das auch, dass er Cannabis probiert hat. Ich sehe ihn heute noch da sitzen mit den Worten, wie schön das war und dass er das immer wieder tun wird.

    Ich habe versucht mit ihm zu reden, bin zur Drogenberatung usw.

    Aber alles nutzte nix, er konsumierte täglich, der Mist hatte ihn voll im Griff. Kurze Zeit später kamen Pilze, LSD, Speed usw dazu.

    Nach 2 Haus Durchsuchungen und bereits unzähligen Lügen, sagte ich dass er ausziehen muss. Ich konnte es fast nicht mehr ertragen, mein Kind so zu sehen mit diesem dauernd verschleiertem Blick, dieses aufgeben seiner selbst, dieses nur leben für den Rausch.

    Er war mittlerweile 19.

    Hatte eine Freundin mit der er dann zusammen wohnte.

    Die Wohnung selbst war von uns, mittlerweile war ich liiert, gesucht und eingerichtet, denn mittlerweile hat er es überhaupt nicht mehr geschafft sich um irgendwas zu kümmern.

    Ja da lebten sie dann, die zwei. Es folgte eigentlich der komplette Absturz von beiden, sie konsumierten den ganzen Tag, wurden kriminell, es folgten Anzeigen, Verhandlungen, Urteile.

    Das Mädchen schaffte den Absprung, in dem sie in Folge einer Drogen indizierten Psychose auf der geschlossenen Station in der Nervenklinik landete und von dort damn wegzog.

    Mein Sohn nun allein, ging völlig den Bach runter. Er lebte nur noch für die Droge, magerte ab, es war schrecklich anzusehen. Mal beschimpfte er mich, war aggressiv, mega böse, dann wieder lieb und nett. Er konsumierte so extrem dass er zweimal reanimiert wurde.

    Ich bin immer gerannt wenn er mich gebraucht hat, und wie oft hat er mich versetzt, einfach vergessen dass wir verabredet waren. Die Droge war immer das wichtigste.

    Es folgte Haft, 2018 das Jahr in dem mein immer schlimmster Alptraum wahr wurde, ich musste mein Kind im Gefängnis abgeben.

    Es folgten 2 Jahre die ich so vorher nicht für möglich gehalten hätte, denn es wurde tatsächlich zur Gewohnheit für mich mein Kind dienstags im Knast zu besuchen. Es war für mich wie Erholung, endlich konnte ich ein Stück Verantwortung abgeben, wieder schlafen, mein Kind erholte sich so gut im Gefängnis er nahm zu und sah großartig aus.

    Dann folgte die Entlassung am 17.8. 20. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und ich merkte nach 3 Wochen sofort das er wieder konsumiert.

    Aber er stritt es ab, er war sauer dass ich ihn das überhaupt unterstelle aber ich spürte es.

    Am 26.9 haben wir den ganzen früh geappt und die letzte Nachricht um 12.29 blieb ohne blauen Haken. Ich hatte sofort ein komisches Gefühl aber das hatte ich in den 18 Jahren Sucht so oft, dass mich keiner mehr hörte und jeder genervt war wenn ich sagte, da passt was net.

    Abends rief ich ihn an, nix. Nachrichten unbeantwortet.

    Am nächsten Tag haben wir die Tür öffnen lassen und mein Mann musste mir sagen dass mein Sohn tot in Zimmer lag. Mich haben sie vorher weggebracht. Ich wusste es ich spürte es und ich hab nur noch geschrien.

    Es ist furchtbar und ich kann es immer noch nicht glauben 😥😢😥😩

  • Liebe Jutta,

    ich habe dir bis jetzt noch nicht geschrieben. Auch ich möchte mein tiefes Mitgefühl zum Verlust deines Jungen ausdrücken.

    Auch ich bin eine Mutter, die ihren Sohn gehen lassen musste. Dies ist jedoch eine völlig andere Geschichte.

    Eines verbindet uns... eine Mama ist immer eine Mama und liebt ihr Kind bedingungslos. :30:

    Irgendwann ist es soweit und das Kind geht seinen eigenen Weg, auch wenn es nicht der Weg ist, den sich eine Mutter für ihr Kind wünscht. ;(

    ...und ja, hier sind auch Eltern, deren Kinder durch Drogenunfall gestorben sind.


    Fühl dich hier bei uns im Forum willkommen und verstanden. Niemand von uns hat sich jemals vorgestellt, sich in einem Trauerforum wiederzufinden.

    Hier darfst hier all deine Gedanken und Gefühle schreiben. Ich bezeichne das Forum gern als Ventil. Nimm es an, wenn du magst.

    Wenn ich darf, umarme ich dich ganz vorsichtig. :30:

    Liebe Grüße

    Iris

  • liebe Jutta<3

    die Herzen , wenn ich sie hier setze sind die traurige aber ja liebevolle Verbindungsebene die wir alle hier miteinander haben.

    ZUSAMMEN...

    MIT<3EIN<3ANDER

    ja ein anders in dem sehr , sehr starken individuellem Schmerz ... aber dennoch ist es auch immer ein MIT-BEGLEITEN<3<3


    Ich wünsche dir auch von ganzem Herzen das du dich ein wenig hier in deinem Schmerz und deiner Trauer geborgen und aufgehoben fühlst...

    Das wünsche ich dir sehr...


    Ich habe ein Zitat aus deinem berührend , traurig , tragischen Lebensbericht herausgenommen und möchte dir etwas dazu schreiben.

    BITTE, es ist keine Analyse <3:30:<3

    es kommt aber so häufig vor . das gerade Menschen wie es viele in dem Sinne sich so fühlen ... als ein MIT-GRUND ansehen...

    Mit 14 fing mein Kind an mit Drogen, ich war alleinerziehende Mama und er mein ein und alles.

    Gerade weil du es in einem Satz oder man kann auch schreiben als Folgegedanke geschrieben hast...


    Sogenannte alleinerziehende Mamas haben so oft das Schuldigkeitsgefühl , das sie ihrem Kind etwas nicht "bieten" können, weil sie sogenannt alleine sind /waren ... <3

    Vielleicht kannst du irgendwann diesen Zusammenhang zwischen Drogen und alleinerziehend sanft "aufnehmen ", es dir "ansehen" und dieses Gefühl dann ...ich nenne es göttliches Universum... dann schicken...


    du bist den traurig , bitteren , schweren Weg einer Mama gegangen , wie es leider vielen ergeht....

    Gedankensprung und doch keiner

    Mamas und auch die Papas , die hier geschrieben haben oder schreiben...

    sind häufig so völlig häufig ohne Worte ...

    weil es dennoch immer so unvorstellbar ist , dass das eigene Kind VOR einem geht.... Iris hat es ja so wahrhaftig traurig geschrieben


    Eines verbindet uns... eine Mama ist immer eine Mama und liebt ihr Kind bedingungslos.

    Ich habe kein eigenes Kind in dem Sinne zu betrauern ...aber eine innigst geliebte Nichte<3<3

    Liebe Jutta <3

    ich danke dir für das mit<3 teilen deines Lebens von EUCH in dieser grossen Offenheit....

    Gerade diese Offenheit hilft ein weiteres TABUTHEMA ... die Macht der Drogen... bewusster zu machen.

    aus tiefem Mitgefühl heraus möchte ich dir noch einmal schreiben

    wir begleiten dich auf deinem Trauerweg:30:

    <3Sverja

  • Liebe Jutta .Mein tiefstes Mitgefühl zu Deinem Verlust. Sucht stellt leider furchtbare Dinge mit Menschen an.Es ist so schwierig zu helfen und immer eine Gratwanderung. Helfen kann eigentlich nur der eigene Wille des Betroffenen. Aber selbst dieser Wille ist so zerbrechlich. Liebe Grüße an Dich und fühle Dich willkommen. Kikiro

  • Ja, auch der Wille konnte mir da oft nicht mehr helfen und habe mich von der Trauer

    treiben lassen, weil keine Kraft mehr da war.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • Liebe Jutta,

    Willkommen im Forum. In 10 Tagen wäre mein Sohn 21 geworden, auch er starb vor 11 Monaten an einer Überdosis. Anders als bei Deinem Sohn hat er aber nur ein halbes Jahr gehabt um seine Drogenerfahrungen zu machen. Wenn Du magst kannst du seine Geschichte in meinem Herzensthread lesen ( Louis ist den 4..Monat gegangen) ich weiss was Du durch machst aber du hast es ja noch viel länger mit erleben müssen,.dass die Drogen soviel Macht über ihn hatten.

    Ich denke jeden Tag an ihn , aber ich will mittlerweile weiterleben. Es sind schmerzvolle Prozesse, die seit seinem Weggehen in mir arbeiten. Doch ich bin stark. Etwas in mir ist stark und hilft mir. Verstehen gibt es nicht, aber es gibt einen Hauch von Akzeptieren. Ich muss ja.

    Ich wünsche Dir von Herzen dass Du nicht daran kaputt gehst. In Gedanken bin ich trostvoll an Deiner Seite. Anja


  • Vielen Dank für eure Antworten,

    Anja, natürlich lese ich deinen thread ich bin dankbar für den Hinweis von dir. Ich habe mich schon ein bisschen durchgelesen aber bisher noch nichts gefunden was mit dem Thema Drogentod zu tun hat.

    Natürlich ist es so, dass jede Mutter gleich leidet egal an was das Kind gestorben ist aber dennoch ist es so völlig anders.

    Gott sei Dank habe ich meine Arbeit ich würde glaub ich durchdrehen :13:

  • Liebe Jutta,

    Ich habe auch nach 2 Wochen wieder gearbeitet..Das hält und in Struktur, die wichtig ist, aber die Trauerarbeit läuft ja ständig. Ich verdränge nicht aber wie gesagt, ich habe mich entschieden weiterzuleben auch mit dem.Schmerz und der Liebe in meinem Herzen. Louis ist immer bei mir. Darf ich vorsichtig fragen, ob er dein einziges Kind war?

    Ich rede viel mit meinem Exmann,.meiner Tochter und meinem Lebensgefährten und gerade gestern musste ich wieder viel weinen. Ich umarme Dich tröstend. Das Leben ist leider oft nicht so wie wir es uns vorgestellt haben. Und diese Lehre, die wir erfahren, ist die Schwerste. Finde die Kraft ,.die Dich hindurch bringt.Anja

  • Anja ja mein einziges Kind und das macht es noch schlimmer.

    Es ist furchtbar.

    ich habe alles durchgelesen von dir und vieles empfinde ich genauso. Tobi war für mich auch nicht hier so richtig angekommen auf der Welt er wollte sich immer wegflüchten. Er konnte die Welt klar nicht ertragen, warum und wieso, ich weiß es nicht.

    Ich mache mir um soviel Gedanken, zb denke ich ständig dran, dass ich bei der Geburt so gejammert hab, es dauerte so furchtbar lange und ich lag über 24 Stunden in so schmerzhaften wehen.

    Ich sagte in den Stunden oft am liebsten würde ich vom Haus springen so schlimm sind die wehen. Oder wenn ich das gewusst hätte wäre ich nie schwanger geworden. Oder oder oder....

    Ist das jetzt die Strafe für diese Worte das frage ich mich so oft.


    Das nächste ist, ist mein Tobi überhaupt im Himmel?

    Da kommt kein zeichen nichts und ich habe so schreckliche Angst da ass er gar nicht im Himmel ist.

    Ganz ganz ehrlich hat er ganz viele Menschen belogen, betrogen, krumme Geschäfte gemacht usw.

    Aber er war trotzdem mein Kind und mich hat er nie betrogen.

    Belogen ja.

    Oft

    Geliebt habe ich ihm trotzdem

  • liebe Jutta<3 und auch wegen der tieen Verbindungsebene liebe Anja<3

    als wirklich erstes muss ich immer bei euch Mamas schreiben , das ich wirklich sehr verunsichert bin , ob ihr es mögt , das ich euch schreibe.

    Bei Iris Mutz weiss ich es und auch bei Olga Olga und bei Sabrina Nebelschleier auch. das sie nichts dagegen haben.

    Deswegen bitte ich euch beide, das ihr mir BITTE schreibt , ob ihr es wollt...


    Jetzt möchte ich dennoch etwas schreiben in Bezug auf das einzige Kind und auch über einiges anderes , wie Geburt und vorstellungen was das "danach" ist

    Liebe Jutta<3

    mein erstes Kind war ein Kaiserschnitt nach dem ich 32 STUNDEN alle 2 Minuten heftigste Wehen hatte und der Muttermund sich nicht geöffnet hat ...Später kam heraus , das es eine leichte Schräglage war... und ich habe wahrhaftig über Stunden dann nicht nur sanft geatmet . Nein, ich habe auch gejammert und gestöhnt und wollte nicht mehr...

    Es war noch zu der Zeit wo man ganz flach auf dem Rücken liegen musste , nicht aufstehen durfte ... nicht gut...

    Es gibt Theorien das die Geburt unser erstes traumatisches Erlebnis ist...was ich mir gut vorstellen kann...


    Tobi war für mich auch nicht hier so richtig angekommen auf der Welt er wollte sich immer wegflüchten. Er konnte die Welt klar nicht ertragen, warum und wieso, ich weiß es nicht.

    Kannst du dir vorstellen , das es vielleicht nicht allen Kindern erst einmal so oder ähnlich geht ? Auch ganz ehrlich ...immer wieder auch Erwachsenen?

    Mir ist es immer wieder so gegangen und geht mir in gewisser Weise auch heute noch so...


    Noch einmal

    ich kann auch alles wieder löschen auf Wunsch <3<3


    Es soll keineswegs ein beschwichtigen sein ... Ich glaube durchaus auch , das der LEIDENSWEG einer Mama oder Eltern die ein Kind an den Drogen verlieren fürchterlich ist weil dieser Mensch , dieses geliebte Kind häufig dann mit dem Gesetzt in Konflikt kommt . Alle diese Drogen sind ja illegal...alle...


    Ausserdem ... das muss ich immer wieder betonen... meine Unsicherheit euch Mamas zu schreiben...

    Dennoch kann ich mir vorstellen , das wir anderen Trauernden euch einige Sichten geben können...

    Ist das jetzt die Strafe für diese Worte das frage ich mich so oft.


    Das nächste ist, ist mein Tobi überhaupt im Himmel?

    für mich gibt es keine göttliche "Strafe" ...

    für mich ist das Göttliche pure LIEBE...

    und somit dein Tobi in einer universellen LIEBE die weit über die menschliche Vorstellungskraft hinausgeht...


    das könnte dich und uns alle IRGENDWANN liebevoll aber dennoch immer auch trauernd durch unser weiteres restliches Leben begleiten...

    Das heisst keineswegs , das es nicht auch glückliche , schöne Zeiten geben wird ... es ist nur anders im empfinden...


    Auch eine Erfahrung die zwar nicht ich gemacht habe , aber viele Eltern , die mehrere Kinder haben , wo ein Kind gestorben ist...

    es gibt leider oder nicht leider KEIN schlimmer...

    Die Geschwister sind ja auch in tiefer Trauer ... häufig genauso verstört...


    Das war bei meiner Nichte ihrer Familie so...

    Aber dazu wird dir ganz bestimmt Anja etwas schreiben...<3 und vielleicht die anderen Mamas und die wenigen Papas , die es aber ja auch hier gibt<3


    Es ist mir völlig bewusst , das ich dir kein Trost spenden kann... eine tiefe Ebene hast du wirklich vermutlich besser zu den Mamas und Papas ...


    Bitte, das möcht ich wirklich gerne wissen... möchtest du das ich dir schreibe ?

    Zweite Frage ; schreibe ich dir zu lange und in einer Art die dir nicht gut tut?

    Ich kann es absolut verstehen , wenn es so wäre und dann würde ich "nur" noch das "ich verstehe dich" dir geben um dir zu zeigen, das ich deine Gefühlsberichte lese<3

    LIEBE andere Trauerverbundenheitsgefühle

    <3lichst Sverja

  • Liebe Jutta,

    Tobi hat gelogen und betrogen,damit er an die Drogen gelangen kann. Mein Sohn hat ja noch voll gearbeitet und viel Geld verdient als Zimmerer. Doch irgendwann wurde aus gelegentlichem Konsum doch mehr. Er verlor dann auch seinen Job, da er sich zu oft nicht auf der Baustelle blicken ließ.

    Das hat ihn sehr verletzt aber ich habe ihn stets gewarnt, dass das kein Chef lange mitmacht.

    Wie schon erwähnt, es ging nur ein halbes Jahr.

    Du darfst Dir keine Schuldgefühle machen, es war schwer genug für Dich all die Zeit, die er entgleitete. Wir wissen einfach zu wenig, wie das Leben in Erscheinung tritt. An einen Himmel glaube ich nicht, aber ich glaube an eine Meisterung des Menschsein. Wir sind alle mit einer Aufgabe hier hinein geboren worden. Leider haben wir sie zu selten vor unserem inneren Auge. Wir hören zu wenig in uns hinein und sind tagein und tagaus äußerst beschäftigt. ständig wollen wir unsere Sinne befriedigt haben, konsumieren und hasten von einem zum anderen Ort. Wir haften an und denken zu wenig an den Tod. Ich lese viel in dem Tibetischen Buch über das Leben und Sterben. Das ist mein Leitfaden geworden.

    Louis hat mich wach gerüttelt, das sollte hoffentlich nicht seine Aufgabe sein, aber wie du und ich ja an unseren Jungs beobachten konnten, spürten wir, dass sich hier keine Wurzeln schlagen konnten.

    Schuld gibt es keine. Es sind karmische Energien. Daran glaube ich und jetzt kann Toni ausruhen verarbeiten und eines Tages wieder kommen. Ich kann jetzt nicht zu sehr in die Tiefe gehen.

    Liebe deinen Jungen weiter, rede mit ihm, verbinde Dich dauernd, er wird es bestimmt bemerken. Eines Tages müssen wir auch gehen und dann haben wir sicher einen grossen Klotz gelernt. Wenn wir nicht aufgeben, wenn wir nicht hadern und das Leben als Strafe betrachten. Leid erfahren wir oft, aber wir haben es in uns es abzuschütteln, umzuwandeln. Wir gehören alle zusammen und nichts passiert umsonst.

    Aber Schuld nein.

    Pass auf Dich auf. Es tut mir leid dass wir das erfahren müssen.aber niemand weiss was noch kommen kann.

    Ich bin mit Dir. An

  • Das nächste ist, ist mein Tobi überhaupt im Himmel?

    Da kommt kein zeichen nichts und ich habe so schreckliche Angst da ass er gar nicht im Himmel ist.

    Ganz ganz ehrlich hat er ganz viele Menschen belogen, betrogen, krumme Geschäfte gemacht usw.

    Liebe Jutta,

    Ich kann deine Sorge verstehen. Wir sind Menschen und machen Fehler. Dort wo wir "hingehen", gibt es das alles nicht, diese menschlichen Umstände- zumindest ist das meine persönliche Einstellung.


    Ich wünsch dir, dass du bald eine Bestätigung bekommst, die dir etwas Frieden schenkt <3

    Isabel