Mein Mann ist mit dem Flugzeug abgestürzt, seitdem ist alles anders.

  • Liebe Tigerlily,

    wir glauben, dass in unserem Restleben nichts mehr wirklich Schlimmes passieren kann und erfahren schmerzlich, dass Leid nicht vor neuem Leid schützt. Es tut mir weh, dass Du nun einem neuen schweren Weg gehen musst. Es gibt keinen Trost . Ich drücke Dich und fühle mit Dir

    Sommermond

  • Liebe Gabi


    Ich bin sehr betroffen über die unheilvolle Diagnose, die deinem Cousin eröffnet wurde. Ich wünsche ihm und dir, dass es euch gelingt, irgendwie damit umgehen zu können. Ich kenne leider auch kein Rezept.


    Liebe Grüsse

    Nelson

  • Liebe Gabi

    Es tut mir sehr weh, diesen schweren Schock zu lesen.

    Es tut mir leid, dass nun das Schicksal erneut erbarmungslos zuschlägt.

    Es gibt keine Worte dafür...

    Ich denke an dich, deinen Cousin und den lieben Hund

    Lg BRIJA

  • liebe Gabi,


    alles wurde gesagt... es tut mir von herzen leid.... ich fühle mit dir.... du sagtest einmal, alles hat seinen sinn und manchmal sieht man ihn erst hinterher.... wieder zeigt dir das leben in der rückschau, dass dies die wahrheit ist.....:30:


    ich wünsche deinem cousin, dass er diese sch...krankheit überstehen wird.....


    ich sende euch viel kraft und licht und liebe<3<3<3


    liebe umarmung von Bine:30:

  • Liebe Gabi, ein schlimmes Urteil für deinen Cousin, aber: denke bitte auch an dich, das ist sehr wichtig. DU bist wichtig, einfach, weil du Liebenswert und wichtig bist. Jeder von uns hat eine Aufgabe, wenn er auf diese Welt kommt, sie ist erfüllt wenn er diese Welt verlässt.

    Du bist eine gute, helfende Seele, ich umarme dich

  • Danke ihr LIeben, das tut mir gut!

    Heute Mittag habe ich meinen Cousin vom Krankenhaus abgeholt, wo er über Nacht bleiben musste, um die etwaigen Folgen der Leberbiopsie zu beobachten.

    Am 5. Jänner gibt es dann eine Besprechung über das weitere Vorgehen.

    Es geht ihm gut, er hat eine aufbauende Infusion bekommen und eine neue Rezeptur seiner Medikamente.

    Ben, sein Hund hat sich so gefreut ihn wiederzusehen!

    Wir haben auch gleich einen kleinen Spaziergang in der Sonne unternommen, danach sind wir jeder für sich nach Hause gegangen und ich habe mir ein Bad eingelassen und bin vor Erschöpfung eingeschlafen, während Uli und Ben bei sich Zuhause ebenfalls den Nachmittag verschlafen haben.

    Am Abend hatten wir dann ein Skypegespräch mit seiner Schwester und dem Schwager, das tat richtig gut.

    Gut dass es wenigstens diese Art der Zusammenkunft gibt, die auch über große Entfernung ein Zusammensein möglich macht.


    Das war der erste Tag.

    Er trägt es mit Fassung und die endgültige Diagnose steht noch aus.

    Die Hoffnung stirbt nie.

  • Liebe Gabi<3

    eigentlich wollte ich heute nicht schreiben... Doch wahrhaftig , wie ich dich gelesen habe

    wollte ich DIR schreiben...

    das ist die Gabi <3 Tigerlily die wir alle kennen....

    Keineswegs euphorisch optimistisch

    doch klar, liebevoll und ja... das strahlst du aus...


    Der erste Tag von einer neuen Zeit mit einigen alten , wichtigen Ritualen...

    ein kleiner Spaziergang in der Sonne mit Hund

    SONNE tanken... das ist ein guter realistischer Anfang ...

    Auch , das ihr dann euch separiert erholt habt... Ich denke RUHEINSELN snd so wichtig für dich und auch für Uli.

    Auch ich würde so viel emotional ärmer sein wenn es nicht skype und die anderen technischen Mittel gäbe.


    der 5. Jamuar ...

    ja, gebt nicht die Hoffnung auf...


    Ich weiss nicht ob du den Kopf frei hast um ein Buch zu lesen...

    Dennoch schreibe ich es mal hier hinein...

    "Was nun, Ebo?" von Dr. Eberhard Rau... Er hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Wir , mein schon damals in Chemo- und Strahlentherapie behandlung Seelenmann<3 haben ein Seminar besucht.

    Ebo hat ihm eine kinesiologische "Stärkung" gegeben.:)

    Ich schreibe es noch einmal

    Du kannst dir "hier" ganz bestimmt AUCH Stärkung holen...

    ich bin davon überzeugt , das du stärkende Energie auch von hier bekommst.


    sanfte , liebe Energieumarmungen von deiner<3 Sverja<3:24::saint::24::saint::24::saint:<3

    und eigentlich brauche ich ja nicht schreiben , ...

    schreibe;):24::30:<3

    doch

    auch hadern und mal traurig oder wütend sein darfst du natürlich auch immer..;(:evil:8|

  • Liebe Gabi<3 das nachfolgende Zitat ist leider nicht das wahrhaftige in der jetzt beginnenden Zeit...

    doch

    ich habe es bei meinem Seelenmann bemerkt und bei leider unzählig vielen...


    ich nenne es die Stärke in der Schwäche finden ...erspüren...


    Jetzt in ein paar Stunden beginnt das jahr 2021

    was ihr, DU, liebe Gabi und dein Cousin mit seinem kleinen Hund sich wahrhaftig anders vorgestellt haben...


    NIE dahingeschrieben

    ich hoffe auf inetnsive , schöne Zeiten in dieser Krankheit... Ja, leider ist es wohl ein verkürztes Leben ...

    doch weiss man es????


    Jetzt das Zitat was vielleicht eine andere Priorität aufweisst...


    Der Geist erzeugt eine vorherrschende Illusion die darin besteht,

    zu glauben

    dass wir durch diesen Körper , den wir für den unseren halten... existieren


    von Kalu Rinpoche


    er lässt vielleicht manchmal die Schmerzen , die Angst und die Furcht bei deinem Cousin etwas in den "Hintergrund" treten ???


    Eines weiss ich <3


    wie <3 VIELE hier <3

    werde ich dich , liebe Gabi <3 und damit deinen Cousin und Hund durch das Jahr 2021 begleiten<3

    deine <3Sverja

  • Liebe Gabi!

    Dann ist das Leben gerade mal wieder etwas lebenswert,dann der nächste Schlag.Es tut mir so leid

    für deinen Cousin und seinen Hund.Und wieder mußt du Stärke beweisen.Ach Gabi.Ich wünsche dir

    ganz viel Kraft in dieser Zeit.Viele liebe Grüße Helga

  • Danke ihr LIeben!


    Auf jeden Fall ist es eine riesige Herausforderung für uns alle.

    Die letztendliche Diagnose steht ja noch aus und wird am 5. Jänner bekanntgegeben.

    Mein Cousin ist ein ziemlich pragmatischer Mensch, hart zu sich selbst und geht seinen Weg kompromisslos.

    Das was für ihn zählt ist sein kleiner Hund Ben, 13 Jahre alt, den er unbedingt überleben will.

    Er sagte zu mir, er sei heuer Siebzig geworden, das hätte er immer angestrebt und mehr verlangt er gar nicht vom Leben.

    Natürlich ist es nicht so einfach wie er es ausdrückt, auch für ihn nicht. Aber ich lasse es so stehen, weil es ihm so am Besten hilft.

    Ich habe begonnen ihm täglich für ca. eine halbe Stunde die Hände aufzulegen. Erleichterung bringt das allemal und wenn es nichts nützt so schadet es auch nicht.

    Ich bin heuer so gar nicht in der Stimmung ein gutes Neues Jahr zu wünschen.

    Meinen Bekannten auf Facebook habe ich allen für ihre Wünsche gedankt, aber auf Facebook schreibe ich heuer einfach nichts.

    Es macht mir nichts aus zu lesen wie andere glücklich das Neue Jahr begrüßen, nur ich bringe es einfach nicht über mich.


    Ich weiß ja nun, warum ich noch hier bin und das ist in Ordnung so.

    Ich bin relativ ruhig, solange niemand meine Triggerpunkte drückt. Heute z.B. habe ich meine Firmpatin, die mit 94 Jahren in Linz im betreuten Wohnen lebt, angerufen. SIe ist ziemlich abgeklärt und im Grunde zufrieden mit ihrer Existenz, hat mir aber erzählt wie sehr sie ihren Mann, der vor etlichen Jahren bereits gestoben ist, vermisst. Vor allem am Abend beim zu Bett gehen, wo man sich Händchen haltend noch unterhalten hat, ist es schwer für sie. Und als sie das sagte kamen mir schon wieder die Tränen.

    Ich darf da gar nicht zu sehr in die Tiefe gehen, Schwäche kann ich mir nicht leisten.

    Ich weiß nicht recht, ob das jetzt gut oder schlecht ist.

    Ich lenke mich oft ab mit Lesen, kleinen Computerspielen, bisschen Fernsehen.

    Am Abend komme ich kaum ins Bett und in der Früh mag ich nicht aufstehen.

    Ich weiß eigentlich nicht so recht was mich durchs Leben trägt, ich selber scheine es nicht zu sein, ich wundere mich boß, dass ein Tag auf den anderen folgt und mein Hannes nicht mehr da ist.

  • liebe Gabi,


    Ich darf da gar nicht zu sehr in die Tiefe gehen, Schwäche kann ich mir nicht leisten.

    Ich weiß nicht recht, ob das jetzt gut oder schlecht ist.

    warum????


    meine meinung ist - nur wer schwäche zulassen kann ist doch wirklich stark????


    schwäche zulassen bedeutet sich zu reinigen, fallen lassen.... auch du darfst schwäche zeigen und zulassen....sonst wird dich die schwäche irgendwann überrollen, weil du deine kraft-reserven aufgebraucht hast, die doch eh schon durch die trauer auf's äusserste verbraucht werden....


    ich sehe das mit der schwäche-zulassen ähnlich wie mit der trauer: wer nicht zulässt wird irgendwann davon überrumpelt und bricht vollends zusammen....und dann kannst du niemandem mehr beistehen, liebe Gabi:30:


    alles liebe von Bine

  • Ich darf meinem Cousin jetzt nicht zeigen wie mir tatsächlich zumute ist, um nicht alles noch viel schwerer zu machen.

    Ich zeige meine Schwäche nur mehr vor mit selber und vielleicht vor meiner Psychologin.

    Ich muss sowieso aufpassen was ich bei anderen sage, um sie nicht gefühlsmäßig zu überfrachten.

    Das endet dann nur damit, dass ich mit hilfreichen Tipps zugeschüttet werde und jedwede Erklärungsversuche meinerseits durch Gegenargumente im Keim erstickt werden. Dafür habe ich momentan nun wirklich keine Kraft.


    Meine angeborene Gemütsverfassung hilft mir dabei.

    Es ist zwar fast unheimlich, aber so sehr ich mich bemühe, ich bin außerstande Mitgefühl oder auch nur Mitleid zu entwickeln.

    Auch Gefühle wie Sympathie flackern nur ganz selten kurzfristig mal auf, um gleich wieder zu verlöschen.

    Genaugenommen fühle ich mich wie ein Zombie.


    Das Einzige was ich fühlen kann ist das was ich seit Hannes Tod jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde fühle: Tiefer Schmerz, Sehnsucht, Einsamkeit, innere Leere und totale Traurigkeit.

    Für mich ist es schon ein Geschenk das im normalen Alltag ausblenden zu können, mehr ist nicht drinnen.

    Wenn ich alleine daheim bin, dann kann ich mich gehen lassen, dann weine ich und das ist erleichternd.

    Aber auch da ist die Gegenwart unerheblich, ich weine ausschließlich um meinen Mann und mich selber.

    Er fehlt mir so schrecklich.

    Nur er und sonst nichts.

    Es ist gut, dass auch mein Cousin in der Lage ist seine Situation weitgehend nüchtern zu betrachten.

    So können wir in schonungsloser Offenheit reden und haben in den letzten Tagen die wesentlichen Dinge geklärt.

    Das ist eine Erleichterung im Hinblick auf den schweren Weg, den er zu gehen hat und wesentlich besser, als die Dinge erst zu klären wenn sie unausweichlich sind.


    Ich weiß und habe bemerkt, dass ich eine Zumutung für "normale" Menschen bin, deshalb ist es mir nur recht alleine zu sein und die Begegnungen, die ich habe die schaffe ich mit einer gewissen nonchalanten Souveränität.

    Das was ich mir ersehne, einen Menschen, der für mich da ist und der zu mir gehört, das hatte ich und das ist leider vorbei und ich habe mich so halb und halb damit abgefunden, dass da auch nichts Neues kommen wird, solange ich in der momentanen Verfassung bin.


    Ich verstehe die Menschen, die mir erklären, dass ich für mich selber sorgen und Sachen machen muss, die mich erfreuen, um an Ausstrahlung zu gewinnen und mich wieder am Leben freuen zu können. Und dann kämen die Menschen auf mich zu und alles würde besser und das Leben wieder in Fahrt kommen.

    Das klingt ja auch total logisch, aber diese Menschen glauben, dass man das Leben nur positiv betrachten muss, dann würde man automatisch zufrieden und glücklich.

    Und sie verstehen nicht, wenn ich ihnen zu erklären versuche wie es tatsächlich ist.

    Dass man Dinge unternehmen und aus sich herausgehen kann und alles tun, um für sich selber zu sorgen und sich abzulenken, ohne dabei einen Funken Freude zu empfinden. Das ist jenseits ihres geistigen Horizonts .

    Und das ist auch gut so, denn es heißt, sie müssen die große Herausforderung, die wir hier alle zu bestehen haben, nicht bestehen, sondern andere Themen in ihrem Leben bearbeiten.


    Für mich heißt es allerdings alleine meinen eigenen Weg zu verfolgen, wohin er mich auch führen mag.