Tod meiner Frau mit 53

  • Hallo,

    bin gerade auf diese Seite gestoßen.

    Habe meine Frau am 24. September plötzlich und unerwartet durch einen Hirnschlag verloren.

    Wir waren 33 Jahre zusammen.

    Ich spüre, dass ich damit nicht fertig werde.

    Es gibt Phasen, da funktioniere ich gut.

    Leider sind diese noch nicht so häufig.

    Ich weiss einfach nicht mehr weiter.

  • Lieber Bernhard,

    ich bin leider nur noch heute und morgen als Moderatorin hier. Isabel, die neue Moderatorin, wird sich sicher auch bald bei dir melden. Und viele andere auch.


    Trotzdem auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns. Schön, dass du uns gefunden hast.


    Der 24.9. - das sind erst 7 Wochen. Das ist noch so frisch.

    Ich wünsche dir, dass du deine Trauer annehmen kannst, durch den Schmerz gehen kannst - auch wenn es unheimlich weh tut - weil es der einzige Weg aus dem Schmerz heraus ist.


    Es freut mich, dass es schon Momente gibt, in denen du funktionierst. Wie schaut das denn aus? Was kannst du tun, wenn du funktionierst?


    Lg. Astrid.

  • Lieber Bernhard! Herzlich Willkommen hier im Forum und mein tiefes Mitgefühl zu deinem großen Verlust! :30:

    Ich hoffe, du hast jemand um dich , der ich ein wenig unterstützt und vielleicht einfach für dich da ist?


    LG Andrea

  • Lieber Bernhard ,


    Auch von mir , mein aufrichtiges Mitgefühl . Die Trauer ist ein harter und steiniger Weg , den dir leider niemand abnehmen kann .

    Aber hier im Forum bist du gut aufgehoben , alle versuchen sich gegenseitig zu unterstützen und Trost zu geben , da wir alle das gleiche fühlen .


    Hier kannst du dir Tag und Nacht deinen Kummer von der Seele schreiben , es hilft ein wenig .


    Fühl dich gedrückt

    Birgit und Fine

  • Lieber Bernhard,

    sei erstmal herzliche gegrüßt.

    :30:


    7 Wochen - das ist eine sehr, sehr kurze Zeit.

    Zu begreifen, was passiert ist, ist sehr schwer und damit zu leben ebenso.

    Wir alle hier wissen, wie sehr dir dein Herz weh tut, wie zerrissen du dich fühlst. ALLE kennen diesen Schmerz und verstehen dich.


    Komm immer - wenn du magst - ins Forum.

    Mir hat das Lesen und Schreiben viel gegeben. An manchen Tagen war es mein einziger Halt.

    Hier darfst du sein, wie du bist!


    Ich fühlte mich ( und tue es oft noch immer ) wie auf einer Achterbahn - hin und hergeschüttelt. Es geht auf und ab, dann zwischendurch in eine harte Kurve... und das in einem rasantem Tempo, das mir den Atem raubt.... Doch dank dieses Forums bin ich noch nie aus dem Wagen gefallen. Immer wieder haben die Mitglieder ein rettendes Seil um mich gespannt....


    Bernhard, es ist normal, dass extrem widersprüchliche und heftige Gefühle und Gedanken auftauchen. Es ist normal, dass man meint, es "geht wieder einigermaßen", um dann das Gefühl zu haben, wieder bei "Null" zu stehen. Es ist normal, nicht zu wissen, wie es weitergehen soll und ob man überhaupt weitermachen will.

    Alles normal!!

    Wir haben den liebsten Menschen verloren, eine Bombe ist eingeschlagen und hat alles Bekannte zerstört. Da können wir nicht auf Knopfdruck auf "Alltag" umschalten (auch wenn es unsere Umwelt oft so gerne hätte)

    Um so schöner ist es, dass du schon manchmal gute Augenblicke hast, dass du hin und wieder etwas durchatmen kannst.


    Alles was du zur Zeit durchmachst sind normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis.


    Ich wünsche dir alles, alles Liebe,

    viele weitere Verschnaufpausen, die dich wieder stärken

    viel Kraft,

    Mut

    und gute Freunde, die dir beistehen.


    blaumeise

  • Lieber BernhardP, Ich möchte dir mein Beileid aussprechen und dich gleichzeitig herzlich begrüßen in unserem Forum. Einen so schweren Verlust zu erfassen, zu realisieren dauert seine Zeit, und ist Teil deines Trauerprozesses. Fühl dich hier willkommen und frei uns deine Empfindungen mitzuteilen. Hier findest du Gleichgesinnte, die alle auf ihrem ganz persönlichen Weg sind.

    Ich wünsch dir viel Kraft für den heutigen Tag <3

    Isabel

  • Vielen Dank für eure lieben Worte.

    Besonders blaumeise hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Ihre Worte geben mir aber die Hoffnung auch nicht aus dem Wagen zu fallen.

    Irgendwie kann ich das "Warum" nicht verarbeiten.

  • Hallo Bernhard,


    ich kann Dir auch wenn das kein echter Trost ist, sagen:


    Meine Partnerin war genausojung wie Deine Frau, als sie beim Gehen auf dem Gehweg für immer neben mir tot zusammengebrochen war (herztod-klinisch tod)


    und bei mir ist es ein halbes Jahr her und ich fühle mich noch genauso wie am ersten Tag.


    Ich hatte das gerade gelesen mit dem Alter und da dachte ich so bei mir, trifft nicht immer nur die Alten. Ein echter Trost ist das nicht.

    Aber ich weiss, dass die Seele der Verstorbenen den körperlichen Erdentod überlebt hat und immer noch lebt---leider allerdings in einer für normale Menschen unerreichbaren Dimension, wohl gemerkt für normale Menschen wie Du und ich----aber es gibt da doch noch etwas !


    Das ist erst einmal alles, wie gesagt, meine Partnerin war auch erst 53.


    L.G.

    Matthias

  • Lieber Bernhard!

    Mein Mitgefühl.Es tut mir sehr leid.Ja es ist eine schwere Zeit,

    vorher hat man alles zusammen gemacht und jetzt ist da

    nur noch eine Stille und Leere.

    Aber du kannst hier alles schreiben,was du auf

    dem Herzen hast.Ich bin froh,das ich hier bin,das hat

    mir sehr geholfen.Liebe Grüße Helga

  • Lieber Bernhard,


    Wie ist es dir in den letzten Tagen ergangen?

    Magst du es uns erzählen? (Aber fühl dich bitte nicht dazu gedrängt)


    Die Frage nach dem Warum -

    so quälend - aber nicht beantwortbar. Die Frage raubt uns unseren

    inneren Seelenfrieden, raubt uns den Schlaf und unsere Lebenskraft.


    Dabei wissen wir alle : der Tod gehört zum Leben und wir alle müssen irgendwann sterben

    aber diese Tatsache vom Kopf her zu wissen, hilft uns leider nicht weiter... lindert nicht die immensen Schmerzen.


    Der Tod unserer Lieben schockt und ist die größte Herausforderung die uns im Leben begegnet.


    Ich wünsche dir, dass du dich mit der Zeit von den Fesseln der Warumfrage befreien kannst und das Gedankenkarussell stehenbleibt - zumindest zeitweise.


    Und noch was:

    Hab Geduld mit dir.


    Dir alles Liebe

    blaumeise :24:

  • Lieber Bernhard,


    auch mein tiefes Mitgefühl. Ich habe meine Christie nach 35 Jahren im Alter von 55 verloren. Unsere Frauen waren einfach viel zu jung zum sterben. Es ist sicher immer eine Katastrophe, einen geliebten Menschen, vor allem den Seelenlebenspartner, zu verlieren. Aber wenn er/sie nach heutigem Standard noch Jahrzehnte hätte leben können, hadert man besonders damit. Geradezu unerträglich ist für mich der Gedanke, womöglich noch Jahrzehnte ohne meine geliebte Maus leben zu müssen. Einige Forumsteilnehmer(innen) sind sogar noch um einiges jünger, haben mehr oder weniger kleine Kinder etc.. Ich mag gar nicht weiter darüber nachdenken.


    LG,

    Sky / Robert

  • Lieber Bernhard,

    auch von mir mein aufrichtiges Mitgefühl. Wir alle hier können erahnen wie es Die geht. Alle hier gehen durch die schwerste Zeit, die man erleben kann. Und viele hier hätten niemals damit gerechnet. Mein Mann ist mit 55 Jahren am plötzlichen Herztod verstorben. Drei Tage vorher stand er noch auf einem Gipfel in den Dolomiten. Scheinbar kerngesund. Wie wird man damit fertig? Ich habe noch keine Antwort gefunden. Bei uns ist es Ende Juli passiert, seitdem funktioniere ich für meine Kinder und versuche, mich möglichst viel abzulenken.


    robert

    Ich denke auch mit Schrecken an die nächsten Jahre. Ich bin jetzt 55, da könnten also noch 30 Jahre ohne meinen Mann auf mich zukommen. Das ist länger als die Zeit, die wir zusammen waren!!!!


    Alles Liebe, Pauli

  • Unsere Frauen waren einfach viel zu jung zum sterben. Es ist sicher immer eine Katastrophe, einen geliebten Menschen, vor allem den Seelenlebenspartner, zu verlieren

    Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass es uns in unserer Trauer eint und wir uns gegenseitigen Trost und Beistand geben müssen,

    das können auch die zu jung gegangenen noch spüren.


    L.G.

    Matthias

  • LIeber Bernhard,


    mein tiefes Mitgefühl zu deinem tragischen Verlust.

    Leider kenne ich deine Gefühle nur allzu gut.

    Der einzige Trost den ich dir geben kann, uns geht es allen sehr ähnlich und wir alle leben mit der Trauer und überleben, auch wenn wir nicht so genau wissen warum und wieso.

    Du stehst ganz am Beginn eines sehr langen Prozesses und ich möchte dich ermutigen, dich so gut es geht hier mitzuteilen und mit uns gemeinsam diesen steinigen Weg zu gehen.

    Alles Liebe Gabi

  • Hallo, befinde mich gerade im Urlaub.

    Hatte gehofft dadurch etwas Abstand

    zu bekommen. Leider ohne großen Erfolg.

    Heute hat es mich wieder besonders hart

    erfasst. Spielte mit dem Gedanken mich einfach vor ein Auto zu werfen. Ich komme

    einfach nicht gegen die Einsamkeit an.

    Ich weiß, dass ich für meine Tochter weiterleben muss. Sehe aber irgendwie in allem keinen Sinn mehr.

  • Halte durch, lieber Bernhard, es wird besser werden, auch wenn es sehr lange dauern kann.

    Diese Todessehnsucht hatte ich auch und das teilen wir mit sehr vielen hier.

    Heute nach 17 Monaten ist der Schmerz nicht mehr ganz so stark und ich habe verinnerlicht, das es für mich noch nicht Zeit ist zu gehen.

    Ich kann mit meiner Trauer umgehen, auch wenn sie immer noch sehr stark ist und ich den Sinn in meinem Leben ebenfalls verloren habe.


    Ich glaube fest daran, dass das was ich geschafft habe du auch schaffen kannst, noch dazu wo du doch deine Tochter hast und ihr euch gegenseitig Halt geben könnt.

  • lieber bernhard,

    vielleicht kannst du trotzdem ein wenig kraft schöpfen, es ist ja auch noch sehr frisch bei dir und du bist noch im schock.

    wir alle sehen nicht mehr so viel sinn in unserem dasein, aber für deine tochter musst du noch dasein.

    das wird unsere weitere aufgabe im leben sein. sie hat ja auch erst ihre mutter verloren und trauert auch.

    bei mir sind es schon 13 monate und ich stecke auch noch tief im trauersumpf. ich war 40 jahre, davon 35 jahre verheiratet, mit meinem

    seelenpartner zusammen, dagegen sind 13 monate nichts.ich habe hier im forum gelernt, dass es ein langer, steiniger

    weg wird, bis es einem ein wenig besser geht.

    vielleicht findest du im urlaub ein paar schöne augenblicke, für die es sich dann doch gelohnt hat.

    das wünsche ich dir von herzen!

    liebe grüße

    flora

  • Lieber Bernhard, Es tut mir leid, das du heute so einen harten Tag hast. Wie ist der Kontakt zu deiner Tochter? Gibt es bei euch Familientrauerbegleitung die ihr beide in Anspruch nehmen könnt?

    Wünsch dir eine erholsame Nacht, und morgen einen besseren Tag <3

    Isabel

  • Lieber Bernhard!

    Vielleicht werden die nächsten Tage im Urlaub etwas erträglicher für dich.Es ist keine Lösung und

    allein schon für eure Tochter mußt du da sein.Sie gibt dir Kraft und braucht dich.Es ist ja alles

    noch so frisch.Bei mir ist es jetzt fast ein Jahr und der Schmerz wird nicht weniger.

    Es wird noch ein langer und schwerer Weg werden,aber eure Tochter und du ihr

    werdet es gemeinsam schaffen und gebt euch gegenseitig Halt.Alles Liebe Helga