Ich verlor die Liebe meines Lebens

  • Hallo, ich bin neu hier.


    Vor 10 Tagen verstarb mein Mann. Vor 3 Tagen habe ich ihn beigesetzt. Nichts ist mehr wie es mal war. Diese Leere. Mit ihm ist ein Teil von mir gegangen. Wir waren fast 20 Jahre zusammen davon 12,5 jahre verheiratet. Er war die Liebe meines Lebens. Wie soll es ohne Ihn nur weitergehen. :33:

  • Hallo as304,


    ich lese gerade diesen Beitrag und kann mich in Dich hineinversetzen.

    Ich habe nach 24 gemeinsamen Jahren Hand ind Hand gehend auf dem Weg zum geparkten Auto 20m vom abgestellten Auto ebtfernt meine erst 53jährige Partnerin durch plötzlichen Herztod körperlich für immer verloren praktisch ander eigenen Hand im Sekundenbruchteil.

    Meine Partnerin war die Fröhlichkeit in Person, nie ein böses Wort, ein herzerfrischendes Lachen, niemand, dessen Starben gerechtfertigt ist.

    Das Leben kann sehr grausam kein, ich kann mich in Dich hineinversetzen und kann Dir nur Trost spenden und dass man sich hier im Forum aussprechen und auch auseinen kann, was in der Öffentlichkeit verpönt ist.


    Ich habe mir leider auch noch viele Versäumnisse vorzuwerfen, durch die Schocksituation vor allem meine völlig perpatzte Erste Hilfe.

    Wie soll es ohne Partner weitergehen ? Da gibt es für jeden unterschiedliche Wege.


    Der Trennungs-Sehnsuchtsschmerz der wird jeden neuen Trennungstag schlimmer. Bei mir ist es so. Habe das leider auch bei anderen schon gehört.

    Das Sich aussprechen undn Sich ausweinen hilft etwas.


    MEIN BEILEID !:saint::95:

  • Liebe as1304,

    auch von mir mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft in dieser schweren Zeit. Hier kannst Du immer schreiben, es gibt immer liebe Menschen, die Dich verstehen. Wir waren fast 21 Jahre zusammen und mit ihm habe ich meine große Liebe, meinen besten Freund und den wundervollen Vater meiner Kinder verloren (und das ohne jede Vorwarnung). Vielleicht magst Du ja noch mehr von Dir erzählen. Bei uns ist es jetzt 4 Monate her und ich kann nur aus meiner Erfahrung schildern: es geht weiter, Tag für Tag funktioniert man, mal ist die Verzweiflung größer, mal kann man sich ablenken. Das Leben um einen herum geht weiter und ich habe das Gefühl, es zieht an mir vorbei, ohne dass ich alles so richtig wahrnehme. Und der Schmerz lässt einfach nicht nach😢. Alles Liebe, Pauli

  • Hallo, es ist furchtbar, was da passiert ist. Der geliebte Mensch kommt nie mehr durch die Türe. Es ist alles so frisch und unerklärlich. Du fragst Dich wie du das ertragen kannst? Du wirst einen Schritt nach den anderen gehen, erst mal schauen, wie du einen Tag überstehst und den nächsten und den nächsten..... Du machst einfach weiter ohne nachzudenken, ferngesteuert und irgendwann nach vielen vielen Tagen lässt der Riesenschmerz vielleicht nach und macht einer ungestillten Sehnsucht Platz. 5 Monate sind es bei mir morgen - unglaublich, ICH habe es ein wenig überstanden, es tut noch immer weh, aber ohne jede Minute in Tränen auszubrechen, weil ICH weiterleben will und er mir sein Lebensmotte "das Leben ist schön" als Auftrag mitgegeben hätte, hätte er noch mit mir sprechen können. Also lebe ich für ihn mit und das tröstet ungemein.


    Ich umarme dich ganz lieb und wünsche dir Kraft, liebe Freunde und das irgendwann das Licht zurückkommt zu dir. Halte durch, dein Leben geht weiter....

    Liebe Grüße

    Petra

  • Mein Mann war sehr krank und wir wussten das seine Lebenserwartung nicht sehr hoch war. Ich dachte ich wäre darauf vorbereitet und doch traf es mich hart. Er lag im Krankenhaus, sollte wieder heimkommen und ist 1 Tag vor der Entlassung eingeschlafen. Ich wollte bei ihm sein und konnte es nicht da ich krank war. Wollte ihn nicht besuchen um sein eh schon schwaches Immunsystem nicht nochmehr zu belasten. Heute bereue ich es. Hätte ich mehr machen müssen, hätte ich mehr Ärzte ins Boot holen müssen. Hab das Gefühl nicht genug getan zu haben und ihn im Stich gelassen zu haben. Ein Leben ohne ihn kann ich mir nicht vorstellen. Die Kinder vermissen ihren Vater so sehr. Mèin 3 Jähriger Sohn fragt jeden Tag nach Papa, jedes Klingeln an der Tür schürt seine Hoffnung das der Papa kommt. Ich sollte stark sein für meine Kinder aber schaff es überhaupt nicht. Hinzu kommt dann auch noch der ganze Behördenkram.

  • Liebe as1304,


    er hat es so entschieden, dass du eben nicht da warst. Mach dir bitte keine Vorwürfe, du hättest nichts verändern können, nicht mit mehr Ärzten, mehr Engagement etc. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, dieses "hätte ich" - NEIN, DU hättest nicht..... das haben wir uns alle gefragt, nochmal NEIN, du hättest nichts verändern können, es wäre so oder so passiert. Du hast ihn nicht im Stich gelassen und es ist oft so, dass Menschen dann gehen, wenn ihre Lieben NICHT da sind, um ihnen noch mehr Schmerz zu ersparen oder um das letzte Bild nicht zu zerstören.


    LG

    Petra

  • Liebe as1304,


    Auch ich drücke Dir mein aufrichtiges Bedauern aus für Deinen schrecklichen Verlust. Trost gibt es kaum, mit Deinen, zumindest zum Teil noch sehr kleinen Kindern, hast Du auf jeden Fall noch eine große Aufgabe vor Dir. Ich wünsche Dir viel Kraft und Unterstützung, von beidem kannst Du in nächster Zeit nicht zu viel bekommen.


    LG,

    Sky / Robert

  • Liebe as1304 ,


    Auch von mir mein aufrichtiges Mitgefühl . Es ist noch ganz frisch bei dir aber schön , das du den Weg hier ins Forum gefunden hast .

    Es wird dir langfristig helfen .


    Eine stille Umarmung

    Birgit und Fine

  • Liebe as1304,


    was passiert ist, tut mir sehr, sehr leid für dich und für euch. Es ist schlimm genug, wenn der liebste Mensch stirbt, aber das Gefühl nicht genug getan zu haben, macht alles noch schlimmer. Von außen betrachtet hast du an diesem Tag alles richtig gemacht, um deinen Mann zu schützen, aber dass du es jetzt anders siehst, kann ich gut verstehen. Es ist so bitter, dass du nicht bei ihm sein konntest.


    Hast du ein bisschen Hilfe und Unterstützung für alles was getan werden muss, obwohl gerade dein ganzes Leben kaputtgegangen ist?


    Alles, alles Liebe für dich! Sturm

  • Ich habe viele liebe Leute um mich herum die mich unterstützen und doch fühle ich mich mit meinem Schmerz so allein. Niemals hätte ich geglaubt das man soviel Schmerz spüren kann. Heute war ich mit unserem Sohn das erste Mal bei ihm am Grab...er sah das Bild seines Papas und rief nach ihm. Er versteht nicht das Papa nicht mehr antwortet...

  • Das verstehe ich sehr gut, as1304. Unterstützung ist hilfreich, wenn es viel zu organisieren und zu tun gibt, aber dieser konzentrierte, unendlich große Schmerz bleibt dir allein und dagegen gibt es keine Hilfe. Zusätzlich tut es bestimmt auch sehr weh, dass dein Sohn seinen Papa vermisst und die Situation noch gar nicht richtig begreifen kann. Das können wir Erwachsenen ja auch kaum.

  • Hallo, ich bin neu hier.


    Vor 10 Tagen verstarb mein Mann. Vor 3 Tagen habe ich ihn beigesetzt. Nichts ist mehr wie es mal war. Diese Leere. Mit ihm ist ein Teil von mir gegangen. Wir waren fast 20 Jahre zusammen davon 12,5 jahre verheiratet. Er war die Liebe meines Lebens. Wie soll es ohne Ihn nur weitergehen. :33:

    Liebe as1304,

    Willkommen in unserem Forum und mein tiefes Mitgefühl für deinen schweren Verlust.


    Es ist erst so wenig Zeit vergangen, das Gehirn kann noch nicht begreifen was passiert ist, das Herz fühlt es schon. All das wird verarbeitet und kostet viel Energie.


    Habt ihr in euerer Nähe eine Familientrauerbegleitung, die dir auch mit deinem Sohn eine Unterstützung wäre?


    Alles Liebe & Ganz viel Kraft <3

    Isabel

  • Liebe as 1304!

    Mein Mitgefühl.Gut das du das Forum gewählt hast.Hier kannst du alles schreiben,was dir

    auf der Seele liegt und wir alle verstehen dich,denn wir haben alle ein

    Schweres Schicksal zu tragen und unterstützen uns alle untereinander.

    Und es tut sehr gut.Ja es ist sicher sehr schwer für dich,das du für

    die Kinder stark sein mußt,obwohl du selber gar keine Kraft hast.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.Liebe Grüße Helga

  • Tag um Tag vergeht nur der Schmerz bleibt...

    Ohne ihn einschlafen...

    Ohne ihn aufwachen...

    Nie wieder seine Stimme hören...

    Nie wieder seine Berührungen spüren...


    Hätte nie gedacht das man soviel Schmerz spüren kann...

    Fast 20 Jahre gingen wir Seite an Seite durchs Leben. Jetzt ist er fort...die Erinnerungen zuhause quälen...unser Kleiner sucht ihn immer und überall.


    Diese verdammte Krankheit...tapfer hat er bis zum Schluss gekämpft...für ihn war es die Erlösung für mich der grösste Schmerz...

  • Hallo Du,


    ja, es ist verdammt schwer auszuhalten, die Jahreszeit trägt auch nicht zur Erleichterung bei. Ich habe dir ein paar Monate voraus und bei mir wird es gerade ein wenig besser. Ich umarme dich herzlich und wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. Irgendwann ist Licht am Ende des Tunnels, auch wenn du es zur Zeit nicht glauben kannst!


    LG

    Petra

  • Liebe as1304, was du über deine Gefühle schreibst, kann ich so gut nachfühlen. Ich würde dir gern etwas Tröstendes schreiben, aber ich glaube nicht, dass es etwas gibt. Du wirst hier verstanden. Das ist nicht viel, aber es ist auch nicht nichts.


    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe as 1304,


    ich möchte dir mein allerherzlichstes Beileid aussprechen.

    Mein unendlich geliebter Mann ist vor 7 Monaten verstorben. Deine Gefühle von Einsamkeit und

    Leere kann ich gut nachvollziehen.

    Eine stille Umarmung von mir. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Zukunft


    alles Liebe Maike

  • liebe as,


    auch von mir herzlich willkommen hier im forum, schreibe dir deinen kummer von der seele, hier wird dir immer jemand zuhören.


    ich selbst habe meinen geliebten mann am 31.12.2018 an krebs verloren... ich bin immer noch untröstlich darüber, er wird mir mein ganzes restliches leben fehlen...


    lieber gruß von Bine