Sie fehlt noch immer

  • Hallo, ich lese schon eine ganze Weile still mit. Vor 2 1/2 Jahren habe ich meine Frau durch einen Autounfall, den ein betrunkener Autofahrer verursachte, verloren. Nach ungefähr einem Jahr hat mir ein guter Freund, der Mitglied dieses Forums war, aber inzwischen leider ebenfalls verstarb, davon erzählt. Ich habe mich seinerzeit hier angemeldet, das Forum vor einiger Zeit aber wieder verlassen. Jetzt habe ich mich unter einem neuen Namen angemeldet. Ich habe zwar keine neue Partnerin, aber mein Leben verläuft inzwischen wieder in einigermaßen geordneten Bahnen. Meine Frau vermisse ich immer nach wie vor. Das hat sich nach dem Ereignis auch nicht geändert. Ich habe inzwischen nur gelernt, besser damit umzugehen.

    Yoda



  • Lieber Yoda,

    Schön, nun auch etwas von dir zu lesen. Mein Mitgefühl zum Verlust deiner geliebten Frau.

    Wie auch Sommermond, fänd ich es schön, wenn du von deinem Weg erzählst, und was dir geholfen hat.


    Fühl dich willkommen <3

    Isabel

  • lieber Yoda,


    ein herzliches wieder-willkommen von mir und mein mitgefühl für dich..... ich selbst trauere nun 2 jahre und fast einen monat und ich weiss nicht ob die tage jemals besser werden...... auf dauer habe ich wenig hoffnung darauf.....


    bitte schreibe uns, wie du gelernt hast besser mit allem umzugehen....


    alles liebe von Bine:24:

  • Hey Yoda....

    Schön von dir zu lesen

    Du gehörst zu denjenigen diees geschafft haben Ihr Leben neu zu ordnen.

    Vielleicht magst du uns zwischendurch deine Erfahrungen berichten?!

    Ich bin zwar noch sehr weit davon entfernt irgendwas in den Griff zu kriegen aber positives lese ich gerne.

    :24:Tamara

  • lieber yoda,

    fast so lange wie du (27 mon), trauere ich um meinen geliebten mann, aber ich bin leider weit davon entfernt,

    dass mein leben in geordneten bahnen verläuft.

    vielleicht können wir von dir lernen, besser mit dem verlust umzuzugehen.

    bin sehr gespannt von dir zu hören.

    liebe grüße

    flora

  • Hallo lieber Yoda,


    willkommen zurück :24:.

    Wir werden unsere große Liebe immer vermissen, ein Leben lang glaube ich.

    Was hat dich denn veranlasst, hier ins Trauerforum zurückzukehren ?

    Das du inzwischen gelernt hast, mit dem Verlust deiner lieben Frau besser umzugehen, das freut mich für dich.

    Vielleicht können wir ja ein bisschen was von dir lernen.


    L.G. Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Hallo,


    vielen Dank Euch allen, die Ihr mich so herzlich begrüßt habt.


    Ja, wie soll ich erklären, was mir geholfen hat, ohne den ein oder anderen Trauernden zu verletzen? Nach der Beisetzung meiner Frau habe ich all die Dinge, die auf mich zukamen, automatisch und ohne fremde Hilfe erledigt. Meine Frau und ich hatten beide keine eigene Familie mehr, auch keine Kinder, dafür aber einen großen Freundeskreis, der mich mit seiner Fürsorge fast erdrückt hätte.


    In den ersten 3 Monaten habe ich sämtliche Einladungen abgelehnt, bis mir einer unserer Freunde sagte, alle hätten großes Verständnis für meine Trauer und würden meine Frau, die sehr beliebt war, auch vermissen. Wenn ich mich allerdings weiter von allen fernhalten würde, könnten unsere Freunde auf den Gedanken kommen, dass sie nur meiner Frau wichtig gewesen wären und ich sie nur "geduldet" hätte.


    Scheinbar war das auch ein Thema in unserem Freundeskreis, und wenn man mich einlud, achtete man darauf, dass außer mir höchstens 4 Personen anwesend waren. Eigenartigerweise kam immer recht schnell das Gespräch auf meine Frau. Ich bemerkte, dass ich mich dabei regelrecht wohlfühlte.


    Dann erzählte mir mein Freund von diesem Forum, in dem er schon seit längerem aktiv war. Hier fand ich immer jemanden, der mir zuhörte oder versuchte, mich zu trösten.


    Schließlich empfahl man mir den Besuch eines dieser Datingforen, in denen es auch verschiedene Gruppen gibt, so auch eine Trauergruppe. Dort haben sich schon viele Menschen, die ihren Partner verloren haben, gefunden. Das habe ich für mich aber als nicht passend empfunden. Ich könnte mir nur eine Partnerin vorstellen, die auch vor einiger Zeit jemanden verloren hat und die meine Situation verstehen würde, so wie ich ihre, und wir dann gefühlt zu viert am Tisch sitzen und über sie reden könnten. Aber, das ist wahrscheinlich ein Wunschtraum, der durch Corona noch weiter in den Hintergrund rückt.


    Ich versuche seit längerem auch hin und wieder etwas Freude zuzulassen, auch wenn sich die Trauer immer wieder meldet und in den Vordergrund schiebt. Ich helfe gern, wo Hilfe nötig ist. Auch darin sehe ich für mich noch einen Lebenssinn. Und ich denke, meine Frau würde es so wollen.


    Danke fürs Lesen.

    Yoda

  • Herzlich Willkommen Yoda ,


    schön, dass du einen Weg für dich gefunden hast mit deiner Trauer und deinem Vermissen umzugehen.

    Da bin ich leider noch weit davon entfernt. Ich habe Gott sei Dank auch einen großen Freundeskreis und eine ganz tolle Familie die mich unterstützt und für mich da sind.

    Trotz allem stehe ich morgens alleine auf und gehe abends alleine ins Bett und mein Kopfkino ist jede Sekunde präsend.

    Meine Frage nach dem Warum wird mir leider nicht beantwortet:33:

    Denke das muss ich aus dem Kopf bekommen.

    Deine Zeilen geben aber irgendwie Hoffnung das es irgendwann mal leichter wird.


    LG Birgit

  • oder man findet endlich die Kraft, die Glühbirne zu ersetzen, die nach einem nervigen *zing* schon seit Monaten standhaft ihren Dienst verweigert:rolleyes:



    Entschuldigung, ich wollte deine tiefsinnigen Worte nicht ins Lächerliche ziehen. Manche Wort erzeugen einfach Schmerz, den ich auf diese Art verdränge..... ?(