Ich war noch nie so allein

  • liebe maus, liebe isabel, ich würde mich freuen, wenn ihr einmal von euren erlebnissen berichten könntet. das kann sicher für uns hier alle ein großer trost sein. dankeschön vorab.

    liebe wobistdu


    Viele meiner lieben Bewohner sagten ein paar Tage zuvor oder kurz vorher oft „Mach dir keine Sorgen, meine lieben sind schon da“.

    Es gab auch eine Situation da sah’s eine Kollegin neben einer Bewohnerin die sagte „Deine Hände sind so schön warm, die von meiner Mutti sind gerade etwas kälter, aber sie sagt es wird gleich warm“. 5 min später ging sie mit einem Lächeln.


    Es gibt noch andere Situationen die Isabel bestimmt auch gut kennt.


    Mehr kann ich heute erstmal nicht schreiben. Werde mich Versuch auf die Nacht vorzubereiten 😭

  • Liebe Mausi,

    bei mir ist Tag 97 und ich warte auch das die Tür aufgeht und alles nur ein böser Traum wahr.

    Oder ich komm heim und denke mein Süsser sitzt da und wartet auf mich.

    Aber nichts....nur Leere und Stille.

    Ich nehme Opipram und die mildern meine düsteren Gedanken ein bisschen ,knocken mich aber nicht weg.

    Ansonsten würde ich nicht den Tag überstehen.

    Ach ja,und jeden Tag hilft mir hier das Forum :*


    :24::30:

  • Liebe Mausi,


    hmmmm schwierig, ich hab nur 2 Wochen was für die Nacht genommen und am ersten Tag nach dem Tag X.

    Da ich Auto fahren muss ect. und ich mag diese Tabletten nicht.


    Wenn es aber gar nicht anders geht dann ist das so.

    Ich würde aber lieber alles andere versuchen als diese Tabletten zu schlucken.

    Der Kopf braucht Zeit was quälend ist ist das Kopfkino aber ich halte es für wichtig lässt auch nach mit der Zeit.

    Ich hab mich abgelenkt mit meiner DVD Serie Elementary ich hab sie bestimmt schon 10 mal komplett geschaut in der ganzen Zeit, war das einzige was half um mein Kopfkino etwas auszubremsen.

    Bin erst ins Bett wenn mir die Augen zugefallen sind.


    Ist aber sicher bei jedem anders.

    Du must letzten Endes selber entscheiden was Dir gut tut und was nicht.


    Vlg. Linchen

  • Ich hatte in der Reha auch Tabletten verschrieben bekommen. Habe die aber nicht genommen hatte kein gutes Gefühl dabei.

    Irgendwie die Angst man ist nicht mehr der selbe damit .

  • Hallo Zusammen


    Ich finde es auch schrecklich ,jeden morgen allein aufwachen ,

    dieses Schreckliche stille und zu wissen das sich das nicht ändert


    ich jetzt seit mehr als 9 Monaten ganz allein

    und frage jeden Tag warum auch noch mein Kind


    aber ich werde nie eine Antwort bekommen


    :13::13::13::13:

    Traurige Birgit

  • ich nehme schon seit längerer zeit antidepressiva, weil ich unter schweren depressionen leide. habe einige medikamente ausprobieren müssen, bis ich das richtige gefunden habe. ich kann nur sagen, keine angst davor, man merkt relativ schnell (meist so nach 4 wochen), ob man das medikament verträgt oder nicht. ich bin nun sehr gut eingestellt und wüsste nicht, was ohne meine medikamente wäre. nur mut.

  • Liebe Mausi! Herzlich Willkommen hier im Forum! Mein tiefes Mitgefühl zum plötzlichen Verlust deines geliebten Mannes! :30:


    Ich hoffe, es hilft dir etwas, hier zu schreiben, ich schicke dir eine ganz liebe Trost-Umarmung!:30:


    LG Andrea

  • Liebe Mausi


    Andrea hat recht ,versuche dir deinen Kummer hier noch der Seele zu schreiben ,vielleicht

    hilft es dir .


    Ich setzt mich zu dir und versuche dich ein wenig zu trösten

    :24:Alles Liebe

    Traurige Birgit

  • liebe maus, liebe isabel, ich würde mich freuen, wenn ihr einmal von euren erlebnissen berichten könntet. das kann sicher für uns hier alle ein großer trost sein. dankeschön vorab.

    Liebe Wobistdu,

    Es gibt viele Erlebnisse, aber ein ganz besonderes, das ich nie vergessen werde.

    Ich hab eine Dame in der Hauskrankenpflege begleitet. Es ging ihr schon sehr schlecht, sie war bettlägerig. Als sie schon in der letzten Phase war, starb in der Ortschaft ein Mädchen (11) das sie kannte und mochte. Der ganze Ort war erschüttert und niemand sagte etwas zu ihr, um sie nicht damit zu belasten.


    Einige Tage später kam die Mutter des verstorbenen Mädchens zu ihr zu Besuch (unglaublich wie sie die Kraft aufbringen konnte), und die Dame im Bett sagte, ihr Mann wäre schon da um sie zu holen, und sooo schön sähe er aus. Und die kleine S. (das Mädchen) ist auch da, sagte sie.


    Man sah wie die Mutter erschrak und alles im Raum hielt die Luft an. Danach ist sie verstorben.

    Es war so heilsam für die Mutter, dass sie genau in diesem Moment dabei sein konnte.

    Der Raum war erfüllt von einer Präsenz die sich nicht in Worte fassen lässt.


    Es ist für mich ein Privileg, Menschen im Sterben begleiten zu dürfen. Es fühlt sich jedes Mal an, als würde sich der Himmel (Ich nenns jetzt mal so) für einen kurzen Moment öffnen. Und etwas ganz heiliges erfüllt den Raum.


    Ich möchte dennoch betonen, dass diese Erlebnisse meine persönliche Trauer nach Verlusten nicht kleiner machten,

    aber ich lebe mit einer großen Hoffnung im Herzen <3

    Isabel

  • Liebe Isabel,

    wow, was für eine tolle Geschichte! Danke, dass du sie mit uns geteilt hast. Und was für ein Glück für dich, so etwas selbst erlebt zu haben. Aber auch wir, die wir nur davon hören, können daraus viel Mut und Zuversicht schöpfen, finde ich.

    Ganz liebe Grüße

    Sabiene

  • Einige Tage später kam die Mutter des verstorbenen Mädchens zu ihr zu Besuch (unglaublich wie sie die Kraft aufbringen konnte), und die Dame im Bett sagte, ihr Mann wäre schon da um sie zu holen, und sooo schön sähe er aus. Und die kleine S. (das Mädchen) ist auch da, sagte sie.


    Man sah wie die Mutter erschrak und alles im Raum hielt die Luft an. Danach ist sie verstorben.

    Es war so heilsam für die Mutter, dass sie genau in diesem Moment dabei sein konnte.

    Der Raum war erfüllt von einer Präsenz die sich nicht in Worte fassen lässt.

    Liebe Isabell, danke für diese Geschichte, die mich gerade sehr berührt! <3

    LG Andrea

  • liebe isabel, danke für das teilen dieser wunderschönen geschichte. als ich den letzten atemzug meiner mama in letzter sekunde noch erlebt habe, hatte ich ebenso ein gefühl, dass sich nicht in worte fassen lässt, ein unfassbarer frieden, eine wärme, ein duft, etwas nie dagewesenes, unbeschreibliches. ich habe in diesem moment der tiefsten trauer beschlossen, dass ich mich zur sterbebegleiterin ausbilden lassen werde. danke, dass du deine erfahrung mit uns teilst.

  • So schön Isabel,da möchte man direkt glauben. <3

  • Hallo ihr lieben


    habe gerade gelesen das ich von euch viele Probleme haben mit dem Thema Urlaub?(


    Ich kann das nur zu gut nachvollziehen mit dem Urlaub 😞

    Wir hatten gerade unseren großen Sommerurlaub begonnen. Es sollten 3 schöne Wochen werden.

    die erste war Traumhaft………und in der 2 Woche fing der Horror an.

    Der erste Tag im Krankenhaus war unser 7.Hochzeitstag:33::13:

    Jetzt würde die Arbeit gerne meinen Urlaubsplan für nächster Jahr haben.

    Ich weis nicht was ich da machen soll, Urlaub verbinde ich gerade nur mit schlechtem ;(

    Es sind schon 55 Tage her als ich dich zum letzten Mal sehen und berühren dürfte.
    Ich vermisse deinen warmen Hände…deine vertraute Stimme…..einfach alles ;(;(;(;(

  • Hallo Mausi

    ich kann dich gut verstehen ,das du da vermisste :33:


    ich kann das sehr gut nach voll ziehen ,ich vermisse besonders

    Abends mein Hand in Hand wenn wir im Bett lagen

    ich habe mir ein Kissen gekauft das ist auf einen Kissen

    mein geliebter Helmut gestorben 10.9.2020 und auf dem Andren

    Kissen ist meine Nadja gestorben 13.1 ,2021

    beide Kissen sind immer bei mir und ich schlafe auch damit

    dann fühlt man sich nicht so allein


    Und Urlaub für mich nie mehr...


    Lg Traurige Birgit

  • Ich bin zur Zeit noch zu Hause, ich weis nicht wann ich wieder bereit zum arbeiten bin.
    Habe jetzt schon Panik vor der Weihnachtszeit da Christian auch am 27.12 Geburtstag hätte 😭

    Es kommt in letzter Zeit immer so intervall artig.
    Es geht einige Zeit und dann ist einfach aus und ich könnte durchdrehen ||

  • Liebe Mausi82,

    ich mach es so dass ich garnicht weit in die Zukunft plane oder denke.

    Jeden Tag, kleine Schritte.

    Auch mit der Arbeit mußt du schauen wie und was dein Gefühl sagt.

    Denk immer daran Trauerarbeit ist ein Marathon und kein Sprint.

    Du mußt egoistisch sein denn deine Kraft ist begrenzt und muß noch lange halten