wie leben ohne meinen Mann

  • Leben mit der Coronakrise..

    Quarantäne... das kommt mir alles so unwirklich vor, wie das mehr als 15 Monate leben ohne meinen Mann. Aus der tiefen Einsamkeit die mein inneres Leben bestimmt wird langsam Verzweiflung, und es fällt mir zusehends schwerer, die Maske die ich nach außen hin trage, aufrechtzuerhalten. Wie soll das weitergehen, meine Sehnsucht und das Heimweh nach dir, mein Mann, wird immer größer und wenn ich denke, daß ich möglicherweise noch Jahre vor mir habe.... ich weiss einfach nicht wie, ohne deine Liebe um mich fehlt mir Lebensfreude und Lebenssinn. Mit tieftraurigem Herzen, Adi

  • Ja, adi, genauso gehts mir auch. aber niemand ist da in unserem umfeld, der das verstehen kann. ich selbst versuch jeden von meiner familie zu helfen, aber wenn ich mal denk, wer ist eigentlich da für mich? da wirds ein problem. ange

  • In unserem Leben gibt es keinen sicheren Halt mehr, von einem Moment zum anderen ist all das Vertraute vorbei. Alles das geliebt, sicher und fest schien, ist vorbei! Und das wird so bleiben bis auch wir für immer gehen. Nur das ist sicher!

    Karo

  • Jetzt kommt Ostern.... der Coronavirus bestimmt das Leben der Menschen, und ich ertrage das Leben fast nicht mehr..

    wozu, warum muss ich noch da sein... ohne meinen Mann ist alles so sinnlos und die grimmigste Einsamkeit hält mich gefangen... und das Wissen, dass es für immer so ist.... Menschen ertrage ich sowieso immer schwerer, man erlebt da so viel Falschheit und Gefühlosigkeit, ich treibe so dahin, in einem Meer der Verzweiflung und Trauer... das ist, was bleibt für mich..

    Gerne würde ich Hoffnung geben oder empfinden, ich weiss nur nicht worauf... Adi

  • LIebe Adi, ich bin traurig, dass du jetzt auch noch diese herausfordernde Zeit erleben musst und ich stimme dir zu und fühle mit dir, nur in einem Punkt möchte ich dir ganz vorsichtig widersprechen:

    Du kannst nicht wissen, dass es für immer so ist, wie es jetzt ist.

    Sicherlich, auch ich bin oft an einem Punkt, wo ich glaube, dass das jetzt für immer so weitergehen wird, so schmerzvoll, voller Trauer und einsam, egal wieviele Menschen um mich herum sind.

    Aber dann wird mir wieder bewusst, dass ich das zwar glaube, aber dass ich es nicht wissen kann.

    Und in diesem dunklen Punkt kommt dann die Hoffnung ins Spiel - auch wenn es nur ein klitzekleiner, kaum merkbarer Funke ist, so ist er doch da.

    Leben ist Wandel und nichts bleibt für immer so wie es gerade ist. Das Schöne nicht, aber auch nicht das Schlimme.


    Und dieser winzigkleine Funke glimmt auch in dir, das bin ich mir sicher!

    Und wenn es in diesem Leben nicht mehr reicht, das Schöne zu entdecken, so ist da noch immer die freudige Hoffnung unsere Liebsten einst wiederzusehen, wenn wir dann auch den Weg alles Irdischen gehen.

    Und möglicherweise begegnet uns in unserem Restleben, so unwahrscheinlich es im Moment klingen mag, doch verschiedenes Interessantes, das wir als Erfahrung in die geistige Welt mitbringen dürfen.

    In diesem Sinne möchte ich dich ermutigen deinen Weg weiterzugehen, voller Trauer und voller Schmerz, aber auch erwartungsvoll und hoffnungsvoll und voller Liebe und Mitgefühl, für deinen lieben Mann und für dich selbst, die Übriggebliebene.

    Alles Liebe und Gute und eine herzliche Umarmung sende ich dir Gabi

  • :24:

    ja, adi, GENAU DIESEN Anfall hatte ich heute Nacht auch, habe ihr einen Brief geschrieben:


    Wie soll ich es beschreiben? ich komme mir obdachlos vor - keinerlei Halt, keine wirkliche Bleibe - ich komme mir auch gedanklich obdachlos vor. DU hast mich beherbergt, gedanklich und im Ärmchen - nicht mehr da - alles seelenlos, ohne Wert.

    Heute ist Ostersonntag - so'n Schei.., schon ohne Corona - und jetzt? einfach nur grau, keinerlei Gefühl, etwas verpasst zu haben - ohne Dich!

    Ich vermisse Dich SO SEHR, bin aber trotzdem froh, dass Du die letzten 14 Monate nicht erleben musstest - wenn Du damals schon verzweifelt warst - wie würde es Dir heute gehen? garnicht!

    es tut mir so wahnsinnig Leid, dass ich es nicht bemerkt und mehr für Dich getan, Dich nicht vor ihr beschützt habe - DU bist auf sie hereingefallen weil ich Dir nicht näher bringen konnte, was sie da wirklich tut - letztlich bin auch ich auf sie hereingefallen - Deine Schwester besitzt erstaunlich viel kriminelle Energie, geht, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen.

    Sie hat ALLES zerstört: DEIN Leben, mein Leben, unser Leben, DEINE Zukunft, meine Zukunft, unsere Zukunft - all unsere Träume - ich begreif es nicht, WIESO???

    WIESO tut ein angeblich menschliches Wesen so etwas???

    diese Hilflosigkeit, nichts tun zu können, sie nicht zur Verantwortung ziehen zu können, diese Aussichtslosigkeit, macht mich wütend, traurig, leer - es wird NIE WIEDER GUT WERDEN - NIE WIEDER - NIE NIE WIEDER - NIEMALS WIEDER!

    diese Endgültigkeit. zu wissen, dass es nie wieder so sein wird, ich Dich nicht mehr knuddeln kann, keine kleinen Herzchen mehr per SMS von Dir erhalten werde, Deine Wärme nie wieder spüren werde, Deine Liebe für mich nie wieder empfangen/spüren kann, Deine Anrufe, wenn Lieblingsmensch im Radio läuft, nicht mehr bekommen werde - ein Lied, das uns immer verbunden hat und uns fühlen ließ, wie besonders das ist, was wir beide haben, egal, wie weit wir voneinander entfernt waren - alles einfach WEG.

    Mein Brustkorb schmerzt, ich kann nicht richtig atmen, habe das Gefühl, er würde platzen ... <X

    Ich will dieses Leben so nicht, nicht ohne Dich! ;(

    DU hast mich geprägt, so sehr, dass ich ohne Dich einfach nicht kann, nicht will - ich sehe keinen Sinn darin; niemand kann mir den (Un)Sinn des Weiterlebens OHNE DICH, erklären.

    von meinem Leben ist nur ein Trümmerhaufen übrig und ich mag diesen nicht wegräumen - wozu? darunter ist - NICHTS!

    und trotzdem sitz ich noch immer hier und schreibe ... :/

    unser Verstand ist wohl zu klein, zu unfähig, es zu begreifen :huh:?(

    wie will Mensch Gefühle rational erklären :?::?::?:

  • Jetzt ist auch noch unsere Katze verschwunden, eigentlich ja die Katze von meinem Mann, 15 Jahre hat sie uns begleitet...

    und irgendwie mag ich nicht mehr, langsam verliere ich jeglichen Halt.. Adi

  • Liebe Adi,

    ich hoffe sehr, dass Deine Katze bald wieder zurück kommt.

    Unser Scheisserle war manchmal auch ein paar Tage weg, einmal sogar eine ganze Woche und wir dachten

    schon ihr sei was zugestoßen und auf einmal stand sie da, so als wäre nichts gewesen. Jeder wollte sie in den

    Arm nehmen und drücken. Wir vermuten, dass sie irgendwo eingesperrt war und nicht nach Hause kommen

    konnte. Sie verstand gar nicht, warum wir alle sie in den Arm nehmen wollten, um sie zu drücken, denn sie

    hatte Hunger und Durst. Ja, so ein Haustier wächst einem ans Herz, wie ein geliebter Mensch.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • Liebe Adi,


    wir hatten auch eine Katze, eine Kater Namens Oskar, er ist 21 Jahre alt geworden.

    Er war eine Siamkatze, nicht die neu gezüchteten Siamesen, sondern die ursprünglichen.

    Oskar wog 8 kg., war aber nicht dick.

    Einmal war er 7 Tage weg, saß dann morgens vor der Haustür und schrie ganz laut. ( Siamesen sind sehr laute Katzen )

    Sein schönes Fell war sehr dreckig, am Ohr eine Wunde. Mitgebracht bzw. vor der Tür abgelegt hat er uns eine tote Taube,

    eine Maus und eine große Ratte. Wollte dann alles ins Haus tragen.

    Ein Jahr später war er noch einmal 5 Tage weg. Kam dann mit zwei toten Ratten zurück. Normalerweise

    kommen Katzen zurück. Ich drücke dir die Daumen.


    alles Liebe

    Maike

  • Ihr Lieben, die Katze ist wieder da, wie dankbar man wird für so ein Lebewesen.... es war ja eine grosse Liebe zwischen meinem Mann und seiner Katze, als sie weg war, da wars als ob noch einmal ein Teil von ihm stirbt... so habe ich es empfunden, verrückt ... eure liebe Unterstützung hat mir so gut getan, Danke und ein lieber Gruß zur Nacht, Adi

  • Liebe Adi,


    freue mich mit dir, dass deine Katze wieder da ist.

    P

    Einer meiner beiden Kater geht auch hin und wieder auf eine längere Wanderschaft und ich sterbe dann immer "tausend Tode" bis er wieder da ist, der Strolch.


    Ich kann dein Gefühl, "... als ob noch einmal ein Teil von ihm stirbt" gut nachempfinden.


    Aber jetzt ist sie wieder da:8:und hat bestimmt viele Leckerlis und Streicheleinheiten bekommen.


    Alles Liebe

    blaumeise :24: